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	<title>Genuss-Test &#187; Nebenbei bemerkt</title>
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	<description>Auf der Suche nach gutem Geschmack</description>
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		<title>Bio oder nicht Bio? 5 wichtige Punkte zur Entscheidungshilfe</title>
		<link>http://genusstest.mampfologie.de/2009/08/03/bio-oder-nicht-bio-5-wichtige-punkte-zur-entscheidungshilfe/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 06:06:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nebenbei bemerkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Bio ist in, und das nicht erst seit gestern. Mittlerweile hat ja auch der kleinste Supermarkt eine eigene Bio-Ecke. Seit der Bio-Trend zum Milliardengeschäft geworden ist, wollen alle ein Stück vom Kuchen abhaben, ob groß oder klein. Der Verbraucher hat natürlich erst einmal den Vorteil, einfacher an Bio-Produkte heranzukommen. Aber ist der Kauf von Bio-Ware [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: left; margin-right: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fgenusstest.mampfologie.de%2F2009%2F08%2F03%2Fbio-oder-nicht-bio-5-wichtige-punkte-zur-entscheidungshilfe%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fgenusstest.mampfologie.de%2F2009%2F08%2F03%2Fbio-oder-nicht-bio-5-wichtige-punkte-zur-entscheidungshilfe%2F" height="61" width="51" /></a></div><p>Bio ist in, und das nicht erst seit gestern. Mittlerweile hat ja auch der kleinste Supermarkt eine eigene Bio-Ecke. Seit der Bio-Trend zum Milliardengeschäft geworden ist, wollen alle ein Stück vom Kuchen abhaben, ob groß oder klein.</p>
<p>Der Verbraucher hat natürlich erst einmal den Vorteil, einfacher an Bio-Produkte heranzukommen. Aber ist der Kauf von Bio-Ware auch immer die bessere Wahl?</p>
<h4><span id="more-100"></span>1. Gesundheit</h4>
<p>&#8220;Bio = gesund&#8221; heißt es ja oft pauschal. Natürlich werden Bio-Produkte unter weitestgehendem Verzicht auf chemische Zusatzstofe angebaut bzw. verarbeitet. Insofern diese Aussage sicher nicht falsch. Aber man sollte nicht im Umkehrschluss &#8220;Nicht Bio = ungesund&#8221; daraus folgern.</p>
<p>Zum einen können auch Biobauern nicht verhindern, dass über Luft, Wasser und Erde Schadstoffe in die Produkte gelangen. Der Verzicht auf künstliche Düngung und chemische Pflanzenschutzmittel vermindert zwar die Belastung, aber eine hundertprozentige Schadstofffreiheit dürfte ein Wunschtraum bleiben.</p>
<p>Andererseits kann man sich natürlich auch mit Bio-Produkten ungesund enähren. Welche Mahlzeit ist wohl gesünder? 100 g Bio-Schokolade und 200 g Bio-Kartoffelchips mit 3 Flaschen Bio-Bier oder ein großer Salat aus konventionellen Produkten mit Mineralwasser?</p>
<p>Der Faktor Schadstoffbelastung spielt meiner Meinung nach eine eher untergeordnete Rolle bei ernährungsbedingten Gesundheitsbeinträchtigungen.</p>
<h4>2. Umwelt</h4>
<p>Selbstverständlich wird durch den Anbau von Bio-Produkten die Umwelt weniger belastet als bei konventioneller Landwirtschaft. Aber eine seriöse Umweltbilanz muss immer auch die Transportwege berücksichtigen. Was belastet die Umwelt mehr: Konventionell angebaute Äpfel vom aus der Region vom Wochenmarkt oder Bio-Äpfel, die aus Argentinien eingeflogen werden?</p>
<h4>3. Ethik</h4>
<p>Der Kauf von Bio-Produkten verleiht natürlich das Gefühl, ewas Gutes für die Umwelt getan zu haben. Die Beruhigung des eigenen Umwelt-Gewissens spielt also sicher auch eine Rolle. Doch angesichts der oben angesprochenen Transportproblematik ist es nicht immer leicht zu erkennen, wie &#8220;gut&#8221; in diesem Sinne bestimmtes Produkt überhaupt ist.</p>
<p>Beim Bio-Fleisch ist für mich die Sache allerdings eindeutig. Der Verzicht auf Masssentierhaltung und die damit verbundene bessere Lebensqualität der Tiere sind der konventionellen Landwirtschaft in ethischer Hinsicht deutlich überlegen, auch wenn es dort mittlerweile einige positive Ansätze gibt.</p>
<h4>4. Qualität</h4>
<p>Leider heißt &#8220;Bio&#8221; nicht automatisch &#8220;bessere Qualität als konventionell&#8221;. Selbst bei Rohprodukten wie Obst, Gemüse oder Fleisch ist oft kein geschmacklicher Unterschied zu spüren. Sonnengereifte sizilianische Eiertomaten aus konventionellem Anbau schmecken mit zum Beispiel deutlich besser als holländische Bio-Tomaten aus dem Treibhaus.</p>
<p>Auch beim Bio-Fleisch ist die Qualitätsfrage nicht immer so eindeutig. Fleisch aus konventioneller Tierhaltung muss nicht notwendigerweise wabbelig, blass und geschmacklos sein. Selbst im Supermarkt habe ich schon konventionelles Fleisch in hervorragender Qualität kaufen können.</p>
<p>Bei verarbeiteten Produkten stellt sich die Qualitätsfrage noch deutlicher. Neben der Qualität der Rohprodukte ist hier auch die Qualität der Produktion selbst von entscheidender Bedeutung. Die Güte der Rezepturen und das Know-How der Herstellung spielen eine entscheidende Rolle für das Endprodukt.</p>
<p>Beispielsweise habe ich noch kein Bio-Bier gefunden, das mich restlos überzeugt hat. Auch beim Käse gibt es bei vielen Bio-Produzenten noch Spielraum nach oben. Gerade bei traditionellen Produkten, die sich teils über Jahrhunderte bewährt haben, ist es nicht leicht, qualitativ besser zu sein. Einfach nur auf das Zauberwort &#8220;Bio&#8221; zu setzen, reicht definitiv nicht.</p>
<h4>5. Preis</h4>
<p>Verständlicherweise sind Bio-Produkte in der Regel teurer als konventionell hergestellte. Manchmal hält sich der Preisunterschied in Grenzen, manchmal ist Bio-Ware sogar billiger. Vor allem beim Fleisch kann der Preisunterschied aber drastisch sein. Doppelte oder gar dreifache Preise wie für konventionelle Ware sind da keine Seltenheit.</p>
<p>Anhand der hier aufgeführten Kriterien muss letztlich jeder selbst einscheiden, was ihm Bio-Brodukte wert sind. Bei näherer Betrachtung zeigt sich aber, dass man auch den Bio-Trend kritisch unter die Lupe nehmen muss.</p>
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		<title>Pseudo hoch zwei</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 16:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nebenbei bemerkt]]></category>
		<category><![CDATA[Käse]]></category>
		<category><![CDATA[marken]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Recherchieren über Le Tartare bin ich unweigerlich auch auf die Site von Bresso geraten. Dort mußte ich lesen: &#8220;Le Tartare wird BRESSO&#8221;. Nach einem stummen Hilfeschrei wagte ich es, weiter zu lesen. Doch es gab  Entwarnung: Betroffen sind nur die kleien Portionspackungen, und auch die sollten vom Inhalt unverändert bleiben. So ganz befriedigend war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: left; margin-right: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fgenusstest.mampfologie.de%2F2009%2F07%2F07%2Fpseudo-hoch-zwei%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fgenusstest.mampfologie.de%2F2009%2F07%2F07%2Fpseudo-hoch-zwei%2F" height="61" width="51" /></a></div><p>Beim Recherchieren über <a href="http://genusstest.mampfologie.de/2009/07/06/le-tartare" target="_blank">Le Tartare</a> bin ich unweigerlich auch auf die Site von <a href="http://www.bresso.de/" target="_blank">Bresso</a> geraten. Dort mußte ich lesen: &#8220;Le Tartare wird BRESSO&#8221;. Nach einem stummen Hilfeschrei wagte ich es, weiter zu lesen. <span id="more-29"></span>Doch es gab  Entwarnung: Betroffen sind nur die kleien Portionspackungen, und auch die sollten vom Inhalt unverändert bleiben. So ganz befriedigend war das nicht, denn was nun mit  dem &#8220;normalen&#8221; Tartare los war, konnte ich bei Bresso nicht finden. Erst durch weitere Nachforschungen klärte sich das Bild auf.</p>
<p><em>Le Tartare</em> ist ein Produkt des französischen Konzerns Belgrain S.A., ebenso wie z.B <em>Fol Epi, Géramont </em>oder <em>Saint Agur</em>. Zum Vertrieb der Marken in Deutschland wurde vor längerer Zeit schon die <a href="http://www.bongrain.de" target="_blank">Bongrain Deutschland GmbH</a> gegründet. Nun kaufte Bongrain vor ein paar Jahren die bayerische Käserei <a href="http://www.edelweiss-gmbh.com/" target="_blank">Edelweiß</a> in Kempten von Unilever, die unter anderem für Bresso verantwortlich zeichnet. Somit gibt es in Deutschland also zwei Standbeine von Bongrain. Offenbar wurde nun entschieden, dass die Tartare-Kleinportionen besser unter der Marke Bresso aufgehoben wären, der Markenname<em> Le Tartare</em> aber wohl zu wertvoll ist, um ihn ganz aufzugeben. Verstehe das, wer will.</p>
<p>Zwei Dinge gibt es zu Bresso zu erwähnen:</p>
<ol>
<li>Die Marke wurde 1976 unter dem Namen Bressot lanciert, also mit t am Ende. Es sollte offensichtlich &#8220;typisch französisch&#8221; klingen (in der Tat ist &#8220;Bressot&#8221; in Frankreich auch als Familienname bekannt). Auch Assoziationen mit dem damals stark beworbenen <em>Bresse Bleu</em> waren wohl durchaus willkommen, auch wenn es sich um einen ganz anderen Käsetyp handelt.<span style="color: #999999;">
<p>Kleine Randnotiz: Zufälligerweise wird <em>Bresse Bleu</em> auch von Bongrain herstellt. Mittlerweile taucht er auf der Bongrain-Site aber gar nicht mehr auf, nur noch bei der Tochterfirma <a href="http://www.bongrain-foodservice.de/de/6/Bresse-Bleu.html?bid=13" target="_blank">Bongrain Foodservice</a>, die die Gastronomie im Blick hat. Den deutschen Massenmarkt hat man offensichtlich zugunsten von <em>Saint Agur</em> aufgegeben.</span>Ab 1982 wurde Bressot dann kommentarlos in Bresso umbenannt. Vermutlich hatte eine teure Marktforschungsstudie ergeben, dass 78% der Kunden ohne höhere Schulbildung nach deutscher Sitte das End-t aussprechen. Also hat man sich dann für Pseudo-Französisch entschieden, das auch die dummen Deutschen verstehen.</li>
<li>Bresso(t) war natürlich von Anfang an als Nachahmerprodukt für <em>Le Tartare</em> konzipiert. Immer getreu dem alten Marketing-Konzept: Suche dir ein Opfer, stelle eine minderwertige Kopie für 50% der Kosten her und verkaufe sie dann für 70% des Preises des Originals. Dann bleibt immer noch genug Geld für eine fürstliche Werbekampagne. Im Gegensatz zu <em>Le Tartare</em> ist Bresso nämlich nur eine &#8220;Frischkäse<em>zubereitung</em>&#8220;, gestreckt mit Butter und Creme Fraiche, durch die dann zusätzlich noch Stickstoff aus der Gasflasche gepresst wird, damit das Produkt schön locker-flockig daherkommt.Nun will ich dem Produkt Bresso nicht unrecht tun. Es ist mitnichten ungenießbar, und auch ich habe es schon gekauft. Aber im Gegensatz zum Original ist es eben nur ein pseudo-französischer Pseudo-Käse</li>
</ol>
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