König Ludwig Dunkel
Aus der Brauerei Kaltenberg stammt dieses bayerische Dunkelbier. Bei meiner Übersiedelung ins Gelobte Land des Bieres vor einigen Jahren war dies eine meiner ersten Erfahrungen mit typisch bayerischer Braukunst.“Das Bier war noch dunkel, die Menschen warn typisch…” heißt es im Königlich Bayerischen Amtsgericht. Das Dunkle ist wohl die typischste der bayerischen Biersorten, und eine dazu, die kaum über die Landesgrenze hinaus bekannt ist. Erst seit kurzem wagt es sich zahgaft nach Norden, und das KLD ist einer der Vorreiter.
Mit 5,1% Alkoholgehalt handelt es sich bei König Ludwig Dunkel um ein Vollbier in Normalstärke. Im Gegenlicht ist die Farbe ein dunkles Kastanienbraun, sonst wirkt das Bier fast schwarz. Der Geschmack ist geprägt vom Zusammenspiel würziger-Malzsüße mit spürbarer Hopfen-Note. Im Vergleich zu anderen Dunklen ist das Bier als relativ herb zu bezeichnen. Allerdings ist es ein völlig anderer Geschmack als das in Norddeutschland bebrauchte Schwarzbier.
Ich trinke König Ludwig Dunkel nach wie vor gerne, wenn ich mittlerweile auch andere Dunkelbiere kennengelernt habe, die es geschmacklich übertreffen.
Wer es noch nicht weiß: Chef der Brauerei Kaltenberg ist Luitpold Prinz von Bayern, ein Urenkel des letzten bayerischen Königs Ludwig III. Insofern trägt das Bier seinen Namen durchaus zu recht.
Fazit: Solide bayerische Braukunst, auch für Norddeutsche einen Versuch wert. 4 von 5