Klosterbrauerei Scheyern – Kloster-Gold Hell
Aus dem Kloster Scheyern (dem eigentlichen Stammsitz der Wittelsbacher) kommt dieses typisch bayerische Bier. Es war ursprünglich nur regional erhältlich, seit einiger Zeit wird jedoch auch der überregionale Vetrieb forciert.
Scheyern liegt am Rand der Hallertau, dem bekanntesten deutschen Anbaugebiet von Hopfen. Die Messlatte für gute Biere liegt hier hoch, denn es gibt hier viele kleinere Brauereien, die miteinander konkurrieren. Doch das Scheyerner braucht sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken.
Mit 5,4% Alkohol gehört es zu den hellen Spezialbieren, vom Charakter her in etwa vergleichbar mit Augustiner Edelstoff. Der leicht erhöhte Stammwürzegehalt spiegelt sich auch in der kräftig-goldenen Farbe wieder. Das Bier ist nicht sehr stark gehopft, der geschmackliche Schwerpunkt liegt also eher beim Malz. Als mild möchte ich es aber dennoch nicht bezeichnen, den es ist ausgessprochen aromareich. Für Pilstrinker ist der Geschmack sicher etwas gewöhnungsbedürftig, aber wer dem bayerischen Bier etwas abgewinnen kann, wird erkennen, dass das Scheyerner hier in der Ersten Liga mitspielt. Und wenn je ein Bier das Prädikat “süffig” verdient hat, dann dieses.
Als Kuriosum sollte noch erwähnt werden, dass das Scheyerner Bier in zwei verschiedenen Aufmachungen vertrieben wird. Es gibt sogar zwei verschiedene Webseiten, www.klosterbrauerei-scheyern.de und www.klosterbrauereischeyern.de. Der Grund ist offenbar, dass das Bier im Umkreis des Klosters nicht dem überregionalen Pfandsystem angeschlossen ist und vor kurzem eine überregionale Vertriebsgesellschaft gegründet wurde.